Bremer Schulschach Mannschafts-Meisterschaft 2026
We are the champions!
sangen „Queen“ vor vielen Jahren. Leider hat es nicht ganz gereicht, aber ein hervorragender 2. Platz ist es geworden. Für die 1. Mannschaft der GS Karl-Lerbs-Straße bedeutet das, dass sie an der Deutschen Schulschach-Mannschafts-Meisterschaft 2026 in Willingen teilnehmen dürfen.
Aber jetzt der Reihe nach erzählt:
Nachdem der 17.02.2026 als Termin für die Bremer-Schulschach-Mannschafts-Meister-schaften feststand, gab es so viele positive Rückmeldungen von den Schülern, dass die Schulleitung zum ersten Mal drei Mannschaften an die Turnierleitung melden konnte.
Eine Mannschaft bestand aus maximal fünf Spielern, von denen jeweils vier Spieler in einer Runde gegeneinander antraten. So mussten von den 17 Schülern, die unbedingt teilnehmen wollten, zwei auf die Warteliste gesetzt werden, was sich am Spieltag als notwendig erweisen sollte. Nachdem zwei Schüler kurzfristig noch abgesagt hatten, erschienen zum Treffpunkt nur noch 11, weil weitere vier krankheitsbedingt nicht kommen konnten. Was tun? Nachdem alle Bemühungen gescheitert waren einen weiteren Schüler zu organisieren, fuhren wir mit den Verbliebenden zum Turnier in der Hoffnung, dass wir vielleicht von einer anderen Schule uns noch einen Spieler ausleihen konnten.
Die Stimmung war trotzdem super und so zogen wir voller Erwartung und Hoffnung los. Die Zeit war inzwischen vorangeschritten und wir mussten uns sputen, kamen aber noch pünktlich an. Und wie der Zufall es manchmal will, bekamen wir noch einen Schüler von der Schule St. Johannis. Die Zusammenstellung der Mannschaften erfolgte von mir, auf Wunsch der Schüler, nach ihrer Spielstärke. Diesmal wollten sie die Qualifikation schaffen, die zur Teilnahme an der Deutschen Schulschach-Mannschafts-Meisterschaft berechtigt.
Und das sind die Mannschaften:
Mannschaft 1 (von links nach rechts)

1. Mohammad Zayan
2. Pepe Schauerte
3. Shervin Joe
4. Avarel Gemilang
Mannschaft 2 (von links nach rechts)

1. Kyryl Polypov
2. Janosch Kuchenbuch
3. Jiwar Karaman
4. Marc Habke
Mannschaft 3 (von links nach rechts)

1. Amey Jaraly
2. Shelesh Ariaperuma (St. Johannis)
3. Milan Proevski
4. Toni Vasilewich
Wie man sehen kann, waren alle, unabhängig vom persönlichen Erfolg, auch nach dem Turnier guter Laune.
Das Turnier

Diesmal fand es in den Räumlichkeiten im Alten Gymnasium statt, die von der Schulleitung freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden.

Das Bild zeigt den unteren Spielbereich, in dem sich schon viele Schachspieler:innen der insgesamt 30 gemeldeten Mannschaften tummeln. Rechts im Bild ist der Bereich zu sehen, wo die spiel-stärkeren Mannschaften aufeinander trafen.
Nachdem der Turnierleiter und aktuelle Schulschachreferent, Joachim Kropp, noch einige Erläuterungen zum Verlauf und den Schachregeln gegeben hatte, konnte es endlich losgehen. Leider ergab die Auslosung für die 1. Runde von 7 gleich ein Aufeinandertreffen unserer 1. Mannschaft gegen unsere 3. Mannschaft (was immer mal wieder passieren kann), das die 1. auch mit 4:0 gewann.
Wichtig für die Moral und das Selbstvertrauen, denn jetzt wurden die zugelosten Gegner stärker. In Runde 2 eine auf Platz 9, und in Runde 3 eine auf Platz 12 gesetzte Mannschaft. Aber auch diese beiden Runden wurden jeweils mit 3:1 gewonnen. Jetzt musste es bald zum direkten Vergleich mit der stärksten Mannschaft kommen. Und tatsächlich, in Runde 4 kam es zum Aufeinandertreffen der an Platz 1 (Am Pulverberg) und auf Platz 2 gesetzten Mannschaft aus der Karl-Lerbs-Straße.
Um das Ergebnis, die Runde wurde mit 0,5:3,5 verloren, besser einschätzen zu können, muss man wissen, dass die Mannschaft von der Schule Am Pulverberg ausschließlich mit in einem Schachverein spielenden Schülern besetzt war, die eine Wertungszahl zwischen 1000 und 1400 haben. Man kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass hier „Profis“ gegen „Amateure“ gespielt haben. Von daher war es ein beachtliches Ergebnis.
Trotz dieser Niederlage tat das der Moral keinen Abbruch. Auch die 5. und 6. Runde wurden mit 3:1 gewonnen. Mit 10 Punkten belegte die 1. Mannschaft vor der letzten Runde in der Gesamttabelle nun Platz 2. Es folgten vier weitere Mannschaften mit 8 Punkten. Um die Qualifikation zu schaffen reichte also ein Remis in der 7. und letzten Runde.
Und tatsächlich mussten sie gegen eine Mannschaft, die bisher 8 Punkte erreicht hatte, antreten. Ginge dieses Spiel verloren, wäre der Traum wahrscheinlich geplatzt. Da ich selbst als Schiedsrichter aktiv war und mich auf andere Partien konzentrieren musste, konnte ich den Spielverlauf nicht verfolgen. Dann kam Avarel zu mir und verkündete seinen Sieg. Nun fehlte nur noch ein weiterer Punkt zur Qualifikation. Und dann war es geschafft: Mohammad hatte den erforderlichen Punkt erkämpft. Der 2. Platz konnte der 1. Mannschaft nun nicht mehr genommen werden. Ein weiterer Sieg und eine Niederlage brachten dann den erhofften 3:1 Erfolg.

Mit 12 Punkten, sechs Siegen und einer Niederlage gegen den Turniersieger, qualifizierte sich die 1. Mannschaft der Karl-Lerbs-Straße für die in diesem Jahr in Willingen, die auf dem Bild stolz ihre Medaillen, Urkunden und den Pokal vom 1. Vorsitzenden des Landesschachbundes-Bremen, Dr. Oliver Höpfner, in Empfang nimmt.
Aber die Karl-Lerbs-Straße hatte ja noch zwei weitere Mannschaften ins Rennen geschickt. So konnte die 2. Mannschaft immerhin 16 von 28 Spielen gewinnen, und belegte einen hervorragenden 14. Platz von immerhin 30 Mannschaften. Alle vier Spieler erreichten dabei zwischen drei und fünf Punkten, was auf eine sehr ausgeglichene Spielstärke schließen lässt. Gratulation an die vier Spieler, für die es auch darum ging, dass sie Spiel- und Turniererfahrung sammeln konnten.
Für die 3. Mannschaft stand mehr das Dabeisein im Vordergrund. Aber auch sie können stolz sein auf ihren erreichten 23. Platz. Sie gewannen immerhin 11,5 Punkte von 28 möglichen. Punkten.
Ich kann nur hoffen, dass die Teilnahme allen, unabhängig vom Erfolg, Spaß gemacht hat, und dass sie weiterhin dem königlichen Spiel Schach treu bleiben. Ich freue mich jedenfalls, dass ich meinen Teil zu diesem Erfolg beitragen konnte, und möchte mich an dieser Stelle für die stetige Unterstützung der Schulleitung und des Schulvereins bedanken. Es ist auch ihr Erfolg. Auf eine weitere gute und erfolgreiche Zusammenarbeit, damit dies nicht der letzte Pokal bleibt. (H. Weinitschke, Schachtrainer)

